Der "Job" als Therapiehund



Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen.

(Sprichwort)


Die Eignung des Hundes in seinem Wesen bedingt durch Rasse, Prägung und Charakter sind Zwangsvoraussetzung. Die Grundausbildung sollte vom Besitzer erfolgen und dieser damit die Fähigkeit der Hundeausbildung- und Führung gezeigt haben. Keine Abwehrreaktion oder Anzeichen von dauerhaftem Stress dürfen sich in der Ausbildung, Prüfung und täglichen Arbeit zeigen - sonst ist der Hund seines Berufes nicht berufen. Auch wild gestikulierende, laut schreiende Menschen, Rollatoren, Rollstühle, Gehstöcke, Aufzüge, Menschenansammlungen - nichts darf den Hund aus der Ruhe bringen. Bedachtes und vorsichtiges Zurückweichen und angemessene Reaktionen sind für den Hund als Selbstschutz jedoch sehr wichtig und müssen jederzeit möglich sein.

 

Auch wenn der Hund einmal am Schwanz gezogen wird oder jemand sich versehentlich auf den Schwanz stellt oder er aufgrund grober Motorik auf den Rücken geklopft bekommt sollte er sich freundlich verhalten und nicht schnappen oder aggressiv reagieren.

Heruntergefallene Leckerchen sollten auf Kommando jederzeit, auch wenn die Bezugsperson den Raum verlässt über mehrere Minuten ignoriert und gelassen hingenommen werden können.

 

Der Tierschutz muss jederzeit gewahrt werden - dies hat für mich oberste Priorität.

Eine enge Bindung zum Besitzer und das normale Leben als geliebter und geschätzter Familienhund sind die Grundlage eines jeden erfolgreich arbeitenden Therapiehundes. Ein guter Grundgehorsam aber ein selbstständig mitdenkender Hund sind wichtig.

Regelmässige Übungen zu Gehorsam und Geschicklichkeit sowie den Klienten und den Hund während der Arbeit im Blick zu haben sind essentiell.

 

Mit Aufmerksamkeit und Feingefühl Begegnungen zulassen oder auch anzuleiten und doch im Hintergrund zu bleiben, dem Tier und seinen Fähigkeiten zu vertrauen und der Teamchef zu sein, der die Verantwortung trägt - das ist von grosser Wichtigkeit.

Mensch und Tier agieren sensibel und feinfühlig miteinander, so das es einiger Übung bedarf den Moment der Überforderung zu erkennen. Wenn der Hund oder das Pferd an seine oder die Grenzen des Klienten stösst, Signale der Überforderung gibt und sich aus der Situation zurück ziehen zu wollen muss dies immer erkannt weden und stets eine Rückzugsmöglichkeit vorhanden sein, was meine Aufgabe ist.

Dies kann nicht vermittelt werden - diese Fähigkeiten kann ein "Tierpädagoge" nur von Natur aus mitbringen.